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Long distance skaten on natural ice

Finland Ice Marathon 2014 in Kuopio

der 12,5 km Track auf dem Kalavesi See

Seit 2 Jahren träume ich davon, einmal am Finland Ice Marathon teilzunehmen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich trainiere im Sommer an Bigge und Lister mit meinen Inlinern, erlerne das Skaten mit Eisschnellaufschlittschuhen bei Edith Welters (KEK) im Lentpark in Kölnund bin mal mit Lotte und Leo auf dem 400 m Ring in Frankfurt. Dann noch  ein bißchen Techniktraining in Wiehl und viel Konditionstraining am  Blockhaus in Eckenhagen. Am 20.02.2014 bin ich dann zum ersten mal in Kuopio auf dem Eis..

ich habe Start Nr. 569, leider hat mich
Ann from Ireland nur von hinten fotografiert

Freitag, 21.02.2014

Heute ist der erste Tag, an dem ich mich auf dem Eis des Kallavesisees einigermaßen wohlfühle. Natureis ist offensichtlich und wie alle  Experten sagen, etwas ganz anderes als das Kunsteis im Lentpark in Köln, in der Eishalle in Wiehl oder auf dem Frankfurter 400 m Ring.
Ich  laufe vormittags 2 Runden, zusammen ca. 16 km und nachmittags noch mal  ca. 8, zusammen also ca. 24 km und entschließe mich, nur das 25 km  Rennen zu skaten. Auch Kirsi (eine Mitarbeiterin des Hotels), die mir schon in der Vorbereitung meiner Reise einige wertvolle Tipps und  Informationen gegeben hat, und die schon heute früh vor Dienstantritt 1 Std. trainiert hat, sagte mir, daß sie ursprünglich 50 km laufen wollte, sich aber entschieden hat, nur am 25 km Rennen (wir würden sagen ein Halbmarathon) teilzunehmen.
Das Eis des Sees hat Risse, Cracks, wie  die Finnen auf englisch sagen und man muß aufpassen, nicht mit einer Kufe in einem solchen Crack hängen zu bleiben. Mir ist es gestern zum  ersten und heute zum zweiten mal passiert, gestern hat's weh getan  (Voltaren, Tabletten und Salbe), heute war's nicht schlimm.

Die  Finnen und die Holländer nutzen teilweise ganz andere Schlittschuhe:  Delta Fit All des holländischen Herstellers Zandstra Sports, die man mit Skilanglaufschuhen nutzt und in die man einsteigt wie in eine  Skibindung. Die Kufe dieses Skates ist deutlich länger und die Spitze ist, zur Vermeidung von Crackerstürzen, ganz anders geformt.

Ich  war gestern bei Leo .(Leo Skating Service Kuopio), den ich ebenfalls  schon von zu Hause aus per eMail und Telefon kennengelernt hatte, er  versucht, die Spitze meiner Schlittschuhe etwas umzuarbeiten, schleift einen kleineren Radius (21 statt 23 m)  und schärft die Kanten. Ich habe das Gefühl, daß das Schärfen der Kanten viel gebracht hat.

So,  nun morgen also 25 km, Start 11:00 Uhr, Ann aus Irland fragt mich nach  meiner Startnummer, und verspricht, einige Fotos zu machen, ich habe  569.

Samstag, 24.02.2014

25 km sind 2 Laps zu je  12,5 km. Start, wir laufen nach Süden und nach Südwesten und sind so was von einem Gegenwind ausgesetzt, daß ich nur mit Mühe und nur in sehr  tiefer Skateposition vorwärts komme. Dann Rückenwind, prima, aber auf den letzten 8 km der ersten Runde wird der Gegenwind so stark, daß ich  nach dem ersten Zieldurchlauf entnervt aufgebe. Als ich im dressing tent meine Skates gegen die normalen Schuhe tausche, stell ich fest, daß ich nicht der Einzige bin, bei weitem nicht, der das Rennen vorzeitig  beendet.Um so mehr bewundere ich die Teilnehmer, die 50, 100, und 200 km gelaufen sind. Um die vorderen Plätze streiten sich die Finnen und die Holländer. Außer mir gab es noch 2 weitere deutsche Teilnehmer, ich weiß aber nicht, was sie gelaufen sind und welches Ergebnis sie erzielt  haben.

Es wäre richtig gewesen, am Nachmittag an dem Lauf skating with sticks teilzunehmen. Wer schon mal mit  Rollerblads und mit Skistöcken bergauf oder gegen starken Gegenwind gelaufen ist, weis wie hilfreich Stöcke sein können.

Abends besuche ich mit Ann, ihrem Ehemann und mit Paula die  Siegerehrung und  ein come together für alle Teilnehmer im benachbarten Sokos Hotel.
Insgesamt bin ich auf dem See an 3 Tagen ca. 80 km geskatet mit  durchschnittlichem Speed von 12 kmh und max. 17 kmh, wie mein Garmin mir sagte. Meine Rollerbladmarathons 2004 in Frankfurt und 2007 am Rhein lief ich mit ca. 20 kmh, aber da war ich ja auch noch ein bißchen  jünger.

Sonntag, 23.02.2014
Ich fahre um ca. 10:00 Uhr in das Skigebiet Puijon Rinteet, eine kurze Taxifahrt. Es gibt einen Skilift mit einer  90 Hm Abfahrt und vor allen sehr schönen Langlauftracks. Es gibt einen  Skiverleih, ich bekomme ein Paar CC Ski, hervorragend mit Klister für  den feuchten Schnee präpariert und laufe einige km im Skigebiet. Nachmittags laufe ich auf dem See, auf dem parallel zu den Eislauftracks auch hervorragende Loipen für Skilangläufer präpariert werden, es wäre sehr schön wenn es nicht immer wärmer würde: ca. + 8 grd C.
Am nächsten Tag am Montag den 24.02. geht gar nichts mehr, nicht mal ein Sparziergang ist im strömenden Regen möglich.

Fazit: eine hochinteressante Reise, ein Veranstalter, der mit der Herrichtung  und permanenten Pflege der 12,5 km skating tracks über 4 Tage einen  tollen Job gemacht hat, der aber selbst mit dem schlechten Wetter  unzufrieden war.
Auf Ihrer Internetseite (
www.finlandicemarathon.com) schreiben die Finnen: Thank you for participating Finland Ice Marathon 2014.  This years Finland Ice Marathon had a challenging weather, but we still managed to go through.

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